Acquéreur : Peter Smith Hospices de Beaune

Die Cuvées der Hospices de Beaune: Einzigartige Terroirs und geschichtsträchtige Namen

Lagenweine, die aus einer Zusammenstellung mehrerer Parzellen stammen oder nicht

Burgund ist die Wiege der Ortsweine: Jeder erzählt von seinem Terroir. Damit ist sowohl der Boden gemeint, auf dem unsere feinen Rebsorten Pinot Noir und Chardonnay wachsen, als auch das Know-how des Winzers und seine Erfahrung. Die Weine der Hospices de Beaune - wie auch unsere Albert Bichot-Weine - sind keine Ausnahme, und jeder spiegelt eine ausgeprägte Identität mit einem eigenen Stil und Geschmack wider.

Aufgrund der langen Tradition des Schenkens von Weinbergen und der daraus resultierenden Zerstückelung der Parzellen (über 120) weisen jedoch etwa zwei Drittel der Weine der Hospices de Beaune eine Besonderheit auf: Sie sind nicht das Ergebnis einer einzigen Lage, sondern einer sinnvollen und historisch gewachsenen Zusammenstellung mehrerer Parzellen.

Beispielsweise stammt die Cuvée Beaune 1er Cru Guigone de Salins aus mehreren Parzellen unterschiedlicher Größe in der AOC Beaune, die alle als Premier Cru eingestuft sind: Les Bressandes (1,2 ha), Les Seurey (0,83 ha) und Champs Pimont (0,62 ha). Ebenso ist die Cuvée de Beaune Nicolas Rolin das Ergebnis der Zusammenstellung von 5 verschiedenen Premiers Crus: Les Cent Vignes, En Genêts, Les Bressandes, Les Grèves und Les Teurons. In beiden Fällen bringt jede Parzelle eigene Noten und einen besonderen Charakter in die Gesamtheit der Cuvée ein. Während die Terroirs von den Hospizen getrennt in verschiedenen Tanks vinifiziert werden, werden sie bei der Fassabfüllung zusammengeführt.

Etwa ein Drittel der Weine, die prestigeträchtigsten, werden jedoch klassischerweise aus einer einzigen Parzelle gewonnen. So stammt beispielsweise der Corton Vergennes Grand Cru Cuvée Paul Chanson zu 100 % aus der 0,28 ha großen Parzelle Les Vergennes, die den Hospizen gehört.

Bei Albert Bichot kennen wir jede Parzelle, ihr Potenzial und ihren Stil genau, da wir jedes Jahr 400 Hektar in unseren verschiedenen Domänen vinifizieren. Unsere erste Aufgabe bei Albert Bichot ist es daher, Ihnen bei der Auswahl des oder der Cuvées zu helfen, die bei der Versteigerung zu Ihnen passen.

Die Namen der Cuvées der Hospices de Beaune: Zeugen der Geschichte und der Großzügigkeit der Spender

  • Bouteille de vin des Hospices de Beaune élevé par Albert Bichot

Jeder Wein der Domaine des Hospices de Beaune, ob rot oder weiß, hat einen bedeutungstragenden Cuvée-Namen als Ergänzung zur Appellation, dem Jahrgang und dem Namen des Hauses, das den Wein nach der Versteigerung ausgebaut hat. Schematisch betrachtet haben die Namen der Cuvées der Hospices de Beaune zwei Ursprünge.

Zunächst einmal findet man Weine, die den Namen einer historischen Persönlichkeit tragen, die mit der älteren oder jüngeren Geschichte der Institution verbunden ist. Die Auktion beginnt immer mit dem Beaune 1er Cru Cuvée des Dames Hospitalières, eine Hommage an die erste Schwesterngemeinschaft, die sich kurz nach der Gründung des Hôtel-Dieu im Jahr 1443 um die Kranken kümmerte. Man könnte auch den Meursault 1er Cru Genevrières Philippe le Bon nennen, eine Hommage an den Herzog von Burgund Philippe le Bon (1419-1467), der dem Projekt seines Kanzlers Nicolas Rolin und seiner Frau Guigone de Salins seine Unterstützung gewährte.

Zweitens tragen sehr viele Cuvées den Namen des oder der Spender der Weinberge, aus denen sie bestehen. Auf diese Weise wird das Andenken dieser Familien jedes Jahr geehrt. Ein Beispiel hierfür ist der Volnay 1er Cru Cuvée Blondeau, benannt nach François Blondeau, der Anfang des 19. Jahrhunderts seine gesamten Weinberge den Hospizen schenkte. Ein weiteres Beispiel ist der Meursault Genevrières cuvée Baudot, dessen Reben aus dem Geld stammen, das durch die Versteigerung der prächtigen Gemäldesammlung von Felix Baudot im Jahr 1882 eingenommen wurde.